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Freundschaften in der Kinderwunschzeit: Zwischen Nähe, Schmerz und Selbstschutz
Freundschaften während der Kinderwunschzeit können zu einer echten emotionalen Herausforderung werden. Wenn du dir sehnlichst ein Kind wünschst und Monat für Monat Enttäuschungen erlebst, spürst du oft besonders deutlich, wie sehr sich dein Leben von dem anderer unterscheidet. Vor allem Freundschaften zu Frauen, die bereits schwanger sind oder Kinder haben, geraten in dieser Phase häufig unter Druck. Die Verbindung zu halten, ohne dich selbst zu überfordern, wird zu einem echten Balanceakt.
Zu Gast im Podcast KIWU Real Talk zum Thema unerfüllter Kinderwunsch
Im Podcast KIWU Real Talk beantworte ich als Psychotherapeutin Fragen von Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch. Ich spreche über Themen wie Körperhass, Verzweiflung, Einsamkeit und die emotionale Achterbahn im Kinderwunsch und beleuchte was helfen kann, damit besser umzugehen. Zu hören gibt es den Podcast auf Spotify.
In diesem Blog-Beitrag greife ich einige der wichtigsten Fragen aus dem Gespräch auf:
Warum unerfüllter Kinderwunsch mehr ist als „nur ein Problem“
„Andere werden doch auch schwanger! Warum klappt es bei mir nicht?“ Diesen Satz höre ich von beinahe allen meinen Klientinnen, wenn sie über ihren unerfüllten Kinderwunsch sprechen. Bleibt eine Schwangerschaft über Monate oder Jahre hinweg aus, geraten viele Betroffene in eine psychisch sehr belastende Lebensphase. Was von außen mitunter wie ein zeitlich begrenztes Problem wirkt, wird innerlich häufig als tiefe Krise erlebt.
Unerfüllter Kinderwunsch: Negative Glaubenssätze erkennen und auflösen
Ein unerfüllter Kinderwunsch gehört zu den tiefgreifendsten Erfahrungen, die wir im Leben machen können. Neben all den körperlichen Herausforderungen sind es vor allem die emotionalen Belastungen, die schwer wiegen. Auch alte Glaubenssätze können plötzlich wieder laut werden und belasten. Hier zeige ich dir, wie du diese negativen Gedanken beim Kinderwunsch erkennst, hinterfragst und Schritt für Schritt auflöst.
Ungewollt kinderlos: Warum gerade ich?
Trotz geschätzter 150.000 ungewollt kinderloser Paare in Österreich (wobei die Dunkelziffer vermutlich weit höher ist) kann es sich für dich manchmal so anfühlen, als wärst du mit deinem Schicksal ganz allein. Überall um dich herum werden Freundinnen schwanger, und plötzlich scheinen Babybäuche und Kinderwägen nur so aus dem Boden zu sprießen.
Warum wünsche ich mir eigentlich ein Kind?
Wenn ich in meiner Praxis mit dem Thema Kinderwunsch in Berührung komme, erlebe ich immer wieder wie viel Hoffnung, aber auch welch Druck und Schmerz damit verbunden sein können. Dabei geht es nicht nur um Biologie oder gesellschaftliche Konventionen. Es geht um zutiefst menschliche Sehnsüchte. Auch wenn die Forschung zeigt, dass wir Menschen keinen angeborenen „Mutterschaftsinstinkt“ haben.
